ARCHITEKTUR-DOPPELPROGRAMM[ back ]

 

 

     


     
TATE MODERN
   

CH

   2000

 

   

Beat Kuert

  Regie
25 Min.
  Dauer
     
  KLANGKÖRPER

CH

   2000

 

   

Bruno Moll

  Regie
52 Min.
  Dauer

 

ab Dezember im Kino

HERZOG & DE MEURON: TATE MODERN
Ein Film von Beat Kuert, Schweiz 2000 / 25 Minuten

Am 12. Mai 2000 wurde in London die Tate modern eröffnet, die neue Abteilung der Tate Gallery und damit das weltgrösste Museum für Gegenwartskunst. Die englische Architektengemeinde war nicht begeistert, als ein ausländisches Architektenteam mit dem pre stigeträchtigen Bau der Tate modern beauftragt wurde. Doch was die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron aus dem stillgelegten Kraftwerk schufen, hat Fachleute wie Kunstliebhaber ausnahmslos begeistert. Erstaunt hat vor allem, wie es Herzog & de Meuron gelang, aus einem düsteren Industriekomplex, einem alten, stillgelegten Ölkraftwerk, ein architektonisches Monument zu schaffen, dessen Ausstrahlung weit über London hinaus fasziniert.
Im Film von Beat Kuert erzählt Sir Nicholas Serota, der Direktor der Tate, von seiner Idee, das von Sir Gilbert Scott zwischen 1948 und 1963 erbaute Kraftwerk in die Tate modern umzuwandeln. Harry Gugger, als Partner von Herzog & de Meuron ausführender Architekt, führt durch das Museum und erläutert wichtige Elemente der Architektur. Der Zuschauer sieht, wie scheinbar unwichtige Details für das Gesamtwerk von grosser Bedeutung sein können. Jacques Herzog ergänzt das Porträt durch faszinierende Gedanken über Architektur und Konzeption.

PETER ZUMTHOR: DER SCHWE!ZER PAVILLON AN DER EXPO 2000 IN HANNOVER
KLANGKÖRPER Ein Film von Bruno Moll, Schweiz / 52 Minuten

Der Bündner Architekt Peter Zumthor entwarf den schweizerischen Beitrag für die Weltausstellung 2000 in Hannover. Sein Projekt KLANGKÖRPER SCHWEIZ wurde aus dreitausend Kubikmetern Schweizer Lärchen und Fichtenholz mit Stahlsaiten gebaut. Kein einziger Nagel, keine Schraube war für die Konstruktion des neun Meter hohen offenen Labyrinths notwendig. In der musikalisch-architektonischen Dokumentation von Bruno Moll kommen neben dem Architekten aber auch weitere Kreative zu Wort, die dazu beitrugen, den Expo-Pavil lon zu einem Gesamtkunstwerk zu machen.
Nach einem Konzept von Daniel Ott bilden Akkordeon- und Hackbrettmusik den ständigen, dramatisierten Grundklang. Im Laufe der Ausstellung spielten über 200 Solisten verschiedenster Stilrichtungen an ständig wechselnden Orten im Pavillon und verwandelten das Holzlabyrinth in einen KLINGENDEN KÖRPER.
Neben dem Raum- und dem Klangerlebnis gehören aber auch lesen, essen und trinken mit zum Ausstel lungskonzept. Die Schweiz definiert sich nicht zuletzt durch ihre vielfältigen Sprachen. In Hannover hat der Autor Plinio Bachmann deshalb einzelne Sätze und Wörter aus Literatur, Gedichten, Liedertexten und Zeitungsartikeln vielsprachig auf die Holzbalken projiziert. Der Gastronom Max Rigendinger schliesslich rundete den Schweizer Pavillon, der an der Expo 2000 ein gewaltiges Medien- und Publikumsinteresse gefun den hat, mit kulinarischen Höchstleistungen aus Helvetien ab.