DER MEIENBERG

 


     

     

Schweiz

   1999

 

   

Tobias Wyss

  Buch
Regie
Recherchen

Alfi Sinniger

  Produktion
Catpics AG
   

Otmar Schmid

  Kamera

Paul Avondet

  Titelgrafik

Mirjam Krakenberger

  Schnitt

Sandra Blumati

  Ton

Christian Beusch

  Tonmischung

Margot Zanni

  Assistenz

Susanne Hofer

  Transkriptionen

 

   

84 min.

  Dauer

Dial./D/F

  Sprache

 

   

 

Ab 7. Oktober 99 im Kino

Im Gespräch mit zahlreichen Menschen, die mit Niklaus Meienberg befreundet waren, ihn geliebt oder sich über ihn geärgert hatten, die ihm Bruder, Schwester, Nichte, Nachbarin oder Arbeitskollege waren, unternimmt Tobias Wyss die Um- und Einkreisung eines Mannes, der wie ein erratischer Block in der Schweizer Polit-, Presse- und Literaturlandschaft stand: DER Meienberg. Einer, um den man nicht herumkam, einer, der dominierte und alle andern klein aussehen liess, einer der faszinierte, in seinen Bann zog – und der gegen Ende seines Lebens (und durch seinen Freitod) die Menschen um sich herum mehr und mehr ratlos machte.

Durch diese persönlichen Zeugnisse, durch zahlreiche von den GesprächspartnerInnen vorgetragene Textausschnitte aus verschiedensten Werken Meienbergs und durch Archivaufnahmen mit ihm selbst zeigt Tobias Wyss die Facetten eines Mannes, der mit seiner Herkunft und mit der Schweiz seine liebe Not hatte, aber diese Not auch liebte: als produktiven Faktor, als steten Anstoss zur Auseinandersetzung mit der „Heimat".

So porträtiert der Film nicht nur einen aussergewöhnlichen Menschen, sondern skizziert auch das Klima in einer Schweiz, die mit diesem Phänomen nicht zu Rande kam – und teilweise noch immer nicht zu Rande kommt, wenn man die Liste derer liest, die zu einem Filmgespräch nicht bereit waren: Kurt Furgler, Elisabeth und Hans W. Kopp, Jürg Wille, Christoph Blocher ...
Zu Wort kommen: Franz Hohler, Alexander J. Seiler, Lothar Baier, Hugo Bütler, Stefan Keller, Jakob Tanner, Jürg Ramspeck, Peter von Matt, Margrit Sprecher, Laure Wyss, Otmar Hersche u.v.a. Ausschnitte aus verschiedensten Fernseh- und Radiosendungen und aus dem Film „Landesverräter Ernst S." von Richard Dindo und Niklaus Meienberg sowie weiteres Archivmaterial ergänzen die Dokumentation.

Ohne den „homme à femmes" auszuklammern (auch verschiedene Freundinnen äussern sich offen und direkt), entsteht hier das Bild eines Mannes, der der Welt schliesslich auch schreibend nicht mehr beigekommen ist.